reviews

rundklein
Wahrschauer:
KLABUSTERBÄREN

Verpeilt in Berlin

Ein schöner und sympathischer Titel, mit dem die Band aus Halle an der Saale ihr Album versehen hat. Wer saß nicht schon einmal verpeilt in der U-Bahn in Berlin und hat sich gefragt, wohin die Reise geht? So handelt der titelgebende Song auch über diese Situation. Die weiteren Titel hören auf so schöne Namen wie “Der Trottel mit dem Regenschirm“,“ Bei McDonalds“ oder “Ich mach mich frei“ und lassen nicht unbedingt erahnen, um was es in den Songs geht (was auch beim ersten und zweiten Durchlauf nicht unbedingt immer heraus zuhören is… Textlich war die Band schon immer sehr anspruchsvoll, aber mit “Verpeilt in Berlin“ hat sie sich selber übertroffen. Die Lyrics sind fragmentarisch, teilweise verträumt, lustig, ironisch und auch mal total überdreht. Der Hörer wird mit der Frage alleine gelassen: Was will der Künstler aussagen? Die Musik ist mittlerweile vom Punk recht weit entfernt. Sie Die KLABUSTERBÄREN bewegen sich mehr im Bereich Deutschrock, NDW, ´77er Punk und Minimal-Pop. Geniestreich und Verwirrung.
Was die KLABUSTERBÄREN von anderen Bands aus dem Genre positiv unterscheidet ist ihr Anspruch, ihre Selbstironie, ihre Andersartigkeit im Genre Punk (in das sie immer noch eingeordnet werden) und der persönliche Touch der Texte. KLABUSTERBÄREN spielen KEINEN Punkrock, auch wenn das Label dafür steht.

(Nix Gut – VÖ 2009) Frank
Wahrschauer

Plastic Bomb:
Soweit ich mich erinnere, gefiel mir die Band früher gar nicht so schlecht, entwickelte sich dann aber stark in Richtung Untergang. Insofern schrillen vorab bei mir schon mal so 2-3 Alarmglocken. Aber dann… so übel ist das gar nicht. Stumpfen Deutschpunk hatte ich sowieso nicht erwartet. Eher so was wie humorfreien Humor. Aber die KLABUSTERBÄREN… doch doch… dieser Mix aus Punk, Spass, NDW, Indie und kleinen, lustigen, durchgeknallten Alltagslyriks weiß angenehm zu überraschen. Die Lieder sind auch recht relaxt. Nur keine Eile. Bloß keine Hektik. Immer mit Ruhe und Gemütlichkeit. Die Bandmitglieder scheinen inzwischen auch in die Jahre gekommen zu sein. Aber man kann in Würde altern. Mit Humor. Und Punkrock. Das klappt hier ganz gut. Man bedient sich auch mal ein bisschen in der Musikgeschichte. „Ich tanz zu Cure die ganze Nacht“ ist echt ein Hit. Manchmal erinnert sie mich sogar ein wenig an N.O.E., falls die noch jemand kennt. Kann an der Orgel liegen. Wie gesagt, langes Geschwafel, hier kommt der Sinn: Kann ich mir gut reinziehen. Und, hach, als die CD schon fast zuende ist werden im letzten Lied „Wir sind Klabusterbären“ auch die früheren Verrisse im PLASTIC BOMB im Text erwähnt. Wusste ich´s doch, dass mein Gedächnis gar nicht sooo schlecht ist. Micha.- (www.nix-gut.de)

OX:
Knapp drei Jahre sind nun schon seit der Veröffentlichung ihres letzten Tonträgers „Amerika“ vergangen, doch nun ist es soweit und die KLABUSTERBÄREN sind mit einem neuen Album am Start. „Verpeilt in Berlin“ heißt das Ding und enthält insgesamt zehn Titel.
Im Vergleich zum Vorgängeralbum hat sich nicht viel getan. Jedoch fügt sich das Keyboard immer besser in die musikalischen Darbietungen ein. Mal als witziger 80er-Synthie-Sound, mal mit eher klassischem Klang.
Das ist nicht unspannend, da die krachintensiven E-Gitarren im puren Gegensatz dazu stehen. Aus diesem Ganzen ergibt sich eine doch eher ungewöhnliche Mischung aus NDW und Pop-Punk. Eine Stilrichtung, die sich die KLABUSTERBÄREN wohl selbst zurechtgeschustert haben und sich darin auch hörbar wohlfühlen.
Mit seinen vielen melodischen Parts bringt das Album auf jeden Fall gute Laune und zeitweise Spaß. Was es einem sonst noch bringt, ich hab es noch nicht herausfinden können …

Bordsteinkante
Klabusterbären – Verpeilt in Berlin CD
Geschrieben von Nico nasty
Ach du Scheisse, eine Band die sich KLABUSTERBÄREN nennt und eine CD auf Nix Gut veröffentlicht, dass kann doch nur schrecklich und eine Qual für meine Ohren werden! Doch ganz im Gegenteil, schon beim ersten Songs „Verpeilt in Berlin“ bin ich dermaßen positiv überrascht, dass ich die folgenden Songs kaum erwarten kann.

Bei jedem neuen Track bin ich auf die Texte, den Sound, die Melodie usw. gespannt und spätestens mit „Bei Mc Donalds“ können sie mich restlos begeistert. Weit, weit weg von klischeebelandenem Uffta-Uffta Gestümper, überzeugen die Jungs mit einer Mischung aus (Deutsch-)Punk, New-Wave und Pop. Außerdem haben sie es geschafft, dass ich ein altes Vorurteil überdenken oder zumindest in Bezug auf diese Band revidieren muss. Eine (Punk-)Band mit einem Keyboarder ist mega uncool und von vornherein unten durch! Das ist hier definitiv nicht der Fall. Das elektronische Tasteninstrument sorgt sogar für eine sehr angenehme Abwechslung und macht die Platte zu einem wahren Hörvergnügen. Im Laufe der Platte muss ich bei „Wassersuppe“ unweigerlich an die alten Sportfreunde Stiller denken und ein Songtitel wie „Ich tanze zu Cure die ganze Nacht“ sagt wohl einiges aus. Das zeigt aber auch, wie vielseitig diese Band und ihre Einflüsse sind. Davon mal abgesehen, habe ich die Worte „kotzen gehen“ seit langem nicht mehr so unpeinlich von einer Truppe vorgetragen bekommen. Abschließend muss ich noch hinzufügen, dass ich die ganzen knapp 30 Minuten immer an die Abstürzenden Brieftauben denken musste. Daniel

Nix Gut/

Proud to be Punk Fanzine

Unbedingt viel konnte ich den sechs Herren aus Halle an der Saale, die sich bereits 1994 als Spaßprojekt im Verlaufe einer HausbesetzerInnenparty zusammenrauften, noch nie abgewinnen. Tja, auch mit Hilfe ihres fünften Longplayers schaffen es die Klabusterbären nicht, bei mir das Ruder herumzureißen – schon gar nicht, indem sie ihren ohnehin nicht sonderlich umwerfenden Mid-Tempo-Deutschpunk mit Hilfe eines Keyboards stellenweise in die Sphären grausamsten Jahrmarktgedudels befördern. Passend zu ihren musikalischen Ergüssen berichten sie von den Höhen und Tiefen ihres Alltags, wagen einen kurzen Blick in die eigene Hardcore-Vergangenheit, beweihräuchern sich augenzwinkernd selbst und offenbaren ihre Vorliebe für The Cure, ohne sich hierbei allzu ernst zu nehmen. Gewiss nehmen Klabusterbären mit ihrem keineswegs alltäglichen Stil einen eigenen Platz im Punkrock-Sektor ein – einige sollen ihren Sound ja schon als „rumpelnde Deutschpunk-Disco“ oder „minimalistischen Pop-Punk zwischen Garage-Ausflügen und Kirmesorgel“ eingestuft haben –, aber dennoch stellt sich mir beim Hören der insgesamt zehn Songs immer wieder die Frage, wer sich diesen Quatsch freiwillig anhört?!

Verbotene Früchte Fanzine
Die Melodien der Klabusterbären Songs sind zwar nicht neu, aber originell (auch mal mit Keyboard) und mir gefallen sie. Ich finde sie sogar ziemlich geil! Vielleicht gerade, weil sie mir so bekannt vorkommen und so eingängig sind. Musikalisch erinnern mich die Klabusterbären mit ihren leichten NDW-Fun-Punk-Sound nämlich an die guten alten Zeiten, wo alles noch so einfach war. Der Spaß immer noch im Vordergrund stand und ich noch saufen konnte, ohne am nächsten Tag platt zu sein. Die Texte sind zwar teilweise etwas seltsam, aber damit kann ich bestens leben. Mein Liebslingslied der 10 Tracks ist übrigens „Ich tanze zu Cure die ganze Nacht“ mit der Melodie von The Cure „ Boys don´t cry“ und einem Textausschnitt von Heinz Erharts „Und wenn ich wieder traurig bin dann trink ich einen Korn…“. Da lacht mein Herz und deswegen gibt es 8,5 Points. Carsten Conform / Verbotene Früchte Fanzine

TRUST
Ich musste ja lachen. Eine Nix Gut Band und dann heißen sie auch noch Klabusterbären.Erwaret habe ich schlimmen Säuferpöbelgröhlpennerrockpunk und bekommen habe ich jedoch eine relativ poppige Retro-NDW-Keyboard-Punk-Mischung. Der Titelsong der Platte könnte von Ideal sein, wenn man das „Verpeilt in“ durch ein „Ich steh auf“ ersetzt. Ein bisschen gegröhlt wird dann trotzdem noch. Beim New York Hardcore Diss musste ich lachen, kann es auch ein bisschen nachvollziehen. Hard Times von Cro-Mags bleibt ein Überhit, genauso wie der Hit aus dem Heinz Erhard Film, der im Folgenden zu einem Coversong von „The Cure„ mit deutschem Text wird: „Boys don´t cry“ wird zu „Ich tanz zu Cure die ganze Nacht“. Texte sind nichts neues oder herausragendes, aber immerhin mit einer Priese Selbstironie. Bitte, Namen ändern!

TRUST

PUNKROCK!
Die rumpelnde Deutschpunk-Disko aus Halle an der Saale mit ihrem 5. Album. Stimmlich rotzig, wie man es aus dieser Ecke gewohnt ist, musikalische außergewöhnlich, was meiner Meinung nach nicht immer paßt. Die 10 Songs bewegen sich zwischen New Wave, NDW und Poppunk. Mit Liedern wie „Ich mach mich frei“, wo sie den Markenwahn besingen, ohne den es am Ende doch nicht geht und „Wir sind Klabusterbären“, das rüberkommt, wie wenn Samson aus der Sesamstraße sich die Gitarre von der Wand klaubt und der Rest der Bagage dazu singt, haben sie mich eher belustigt als Beeindruckt.

PUNKROCK!

MOLOKO PLUS
Menno, geil! Die Klabusterbären haben mal wieder ein neues Album! Ich nehme gleich vorweg, dass ich diese höchst sympathische Band aus Sachsen-Anhalt genial finde. Sie haben schon auf ihrer letzten Scheibe bewiesen, dass es doch noch diesen Wohlfühlfaktor in Sachen Punkrock gibt. Die Klabusterbären arbeiten diesen wunderbar in ihre Songs ein wie kaum eine andere Band.
1980er Punkrock mit Melodie, Verstand und einer Menge Ironie. Dafür weniger Hass und Politik. Ich mag das sehr!
Im Song „Ich mach mich frei“ rechnen sie mit dieser ganzen Modegeschichte, die sich in letzter Zeit um den sogenannten Punk von heute herausgebildet hat, ab. Sie scheißen auf Schubladengedenke und auf Hasssprüche gegenüber anderen (Sub)Kulturen wie den Hippies.
Sie outen sich, The Cure Fans gewesen zu sein…
Dazu gesellt sich die nicht überproduzierte originalgetreue Musik der Jungs, die gleich beim ersten Hören hängen bleibt.
An die letzte Platte kommt die neue CD zwar nicht ran, aber dennoch… Feeling B trifft The Cure. Unheimlich charmant!
MOLOKO PLUS

SCARRED FOR LIFE
Ja, ich kenne sie, die durchzechten Nächte, das Bier um 6 Uhr morgens, den Gedanken „Wie soll ich denn jetzt einschlafen wo die blöden Schnabelviecher schon so einen Lärm machen“. Auch die rauen Berliner Winter, den grauen Alltag in der Hauptstadt wenn einem der Wind kalt um die Nase weht. Und ja, als stolze Moabiterin kenne ich auch Ausrufe wie “Deine Mutter klaut bei KIK“. So gesehen sind ja genug Identifikationsfaktoren vorhanden mit den KLABUSTERBÄREN und ihrem Album „Verpeilt in Berlin“. Trotzdem muss ich sagen: Mein Soundtrack zum Leben in der Metropole klingt irgendwie anders.

Bevor man mich mistversteht: Ich bin ja generell dem Deutschpunk und auch der Hausbesetzerszene sehr zugetan. Zumindest bin ich offen dafür, auch wenn schon der Stoibär meinte „Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht“. Aber bei zu viel Offenheit wird man ja über den Haufen gerannt, und von manchen Dingen möchte man einfach nicht die Tür eingerannt bekommen. Unter diese Kategorie fällt das stressige und nervige Geklimper mit dem die KLABUSTERBÄREN ihren Sound leider so ziemlich andauernd untermalen. Ich habe nichts gegen Keyboards in Verbindung mit Punkmusik, aber gegen das Tinnitus-Gefühl unter welchem ich gerade leide schon. Aber vielleicht liegt das auch an der Produktion generell, oder an der Aufnahme. Etwas Schrilles hat die CD nämlich generell, und ist somit leicht anstrengend anzuhören. Vielleicht liegt das aber auch an den Background Vocals… Die hohen Töne zischen jedenfalls etwas.

Ansonsten gibt es hier durchaus auch Pluspunkte: Die Vocals von Dr. Jay haben wirklich Charme. Auch die Songs an sich haben eine schwungvolle Struktur, witzige Texte und machen Spaß. Die Alltagssituationen die so beschrieben werden kommen bekannt vor und machen nostalgisch. An sich ein sehr lustiges und cooles Projekt, das sicher live auch noch mal gewinnt.

Ehrlich gesagt finde ich es richtig schade. Da hat man eine lustige Band und ein sympathisches Konzept, die eigentlich echt Bock machen, mag es aber kaum anhören weil das Album irgendwie seltsam abgemischt ist. Wer da nicht ganz so empfindlich ist wie ich, dem möchte ich „Verpeilt in Berlin“ dennoch ans Herz legen.

SCARRED FOR LIFE

Die Klabusterbären… hä, was. Klabusterbären? Noch nie gehört. Dabei veröffentlichen die sechs Musiker aus Halle (Saale) bereits ihren fünften Longplayer. Angepriesen wird das 10 Tracks umfassende Album als Deutschpunk Album und so ist es kein Wunder, das Nix-Gut Records sich den Jungs angenommen hat. Bereits seid 1994 – gegründet als Spaßprojekt auf einer Hausbesetzerparty – ist die Band in den 90ern vornehmlich in Ostdeutschland live zu sehen.
Vorweg… Bei den Klabusterbären bleibt es nicht beim rotzfrechen Punkrock. Auch wenn das Rauhe in der Stimme von Sänger Ecki Anfangs diesen Eindruck erweckt, so bekommt der Sound der Songs durch Keyboarder Christoph schnell einen… na ja, sagen wir einfach mal… weicheren Touch. Daneben kann mich die Band auch mit ihren Texten („Der Trottel mit den Regenschirm“) überzeugen. In anderen Fällen hätte ich den Chorus (mehrstimmig) wahrscheinlich nicht gut gefunden. Aber hier passt es einfach. Abschließend wird der Song noch durch Kinderstimmen / -gesang abgerundet.
Zugegeben, Songs wie „Bei McDonalds“ haben – wenn überhaupt – nur für die Band selbst Sinn. Als Hörer kann ich nur stumpf auf den Text hören, ohne dass ich jemals den „Reim“ zusammen zu bekommen. Mit dem Song „Winter“ haben Klabustermänner dann einen eher nachdenklichen Song auf den Silberling gebannt. Und der gehört neben dem Song „Einfach So“ ganz klar zu meinen Favoriten. Durch die Gitarrenparts eine echte Punkrock-Ballade. Immer wieder erfrischend sind witzige Songs wie „Ich mach mich frei“, bei dem ihr die Textzeile „Du Hippie, du Hippie, du Hippie, klau dir was bei KIK“ oder auch „Deine Mutter, deine Mutter, deine Mutter, kauft (oder klaut?) bei KIK“ mitsingen könnt.
Es gibt auf dem Album noch weitere Songs, darunter inhaltlich ernstere Songs (Wassersuppe), Lovesongs (Ich tanze zu Cure die ganze Nacht), Songs zum lachen (Wir sind Klabusterbären) oder einfach nur gute Punkrockmukke (Einfach so). Auch wenn man eine Band vorher nicht kennt, so geht man doch mit einer bestimmten Vorstellung an eine solche Rezension. In diesem Fall hat mich das Album echt positiv überrascht. Und deshalb gibt es von mir… anders als im Plastic Bomb…
TURN TO ROCK

Unpolistischer Deutschpunk mit NDW Einschlag. Zu einer amtlichen NDW Kapelle gehört ein Keyboard, klar das die hallenser auch einen Keyboarder haben und wird zur Abwechslung so eingesetzt das es NICHT nervt, sondern den wirklich guten Sound der Combo sinnvoll unterstützt. Der Sänger hat ein schönes raues Organ, wenn das wie bei „Der Trottel mit dem Regenschirm“ auf einen Kinderchor trifft, ist das ein schöner Kontrast. Ich stelle sogar gerade etwas erstaunt fest, das das was ich höre eigentlich ganz gut klingt. Die Texte sind leichte Kost, nerven aber nicht, man ist auch nicht unnötig albern. Es passt einfach. Klar, kein Thema für die Tagesthemen, aber Gott sei Dankl auch nicht für Upps die Pannenshow. Die Sngs sind gut arrangiert. Bis auf „Wir sind Klabusterbären“ hat mir die CD gefallen, denn das ist ein Song für eben erwähnte Show. Aber sonst? Daumen hoch! SCUMFUCK

Und wieder ein neues Album der irgendwie verpeilt aber sympathisch wirkenden Band mit dem unglaublich bescheuerten Namen. Geben tut es Deutschpunk, mit Keyboardeinsatz, nicht zu sauber produzierter Musik und Stimme die zwar nicht in den Knabenchor kommt, aber dafür Wiedererkennungswert hat. 10 Songs gibt es und alle klingen fernab vom Klischee und sind ihrer eigenen Schublade zu Hause. Zu beschreiben ist das wirklich alles gar nicht so einfach. Irgendwo Punk, irgendwo Indi, irgendwo Klavier, Keyboard, Schredderproduktion und dazwischen Geschichten aus dem Leben. Wer auf Deutschpunk steht, der wirklich fernab aller Schubladen sein Glück versucht, test die Band mal an, das könnte sich wirklich lohnen.
Anspieltipps: „Der Trottel mit dem Regenschrim“/ „Bei McDonalds“ (Hier musste ich an Songs wie „Parties in München“ von Superpunk denken) / „Wassersuppe“ und „Ich tanze zu Cure die ganze Nacht“- so amüsant wurde das „Boys’s don’t Cry“ Riff selten geklaut, haha.
Crew505

Klabusterbären

„Verpeilt in Berlin“ CD
(nix-gut.de)
Die arschrockenden Spaßromantiker servieren musikalisch facettenreiche Kotbröckchen in entspannter Gute-Laune-Stimmung, die lange andauert. Verpeilt, besoffen, fröstelnd unterwegs, um das Leben zu leben, die Bürgersteige hoch zu klappen und die warmen Erinnerungen wach zu küssen. Losgelöst von Etiketten und Schubladen kacken sie einen verdammt großen Haufen und überleben Trends, Styles, Hippies und tragen ihre Waschbetonplatten selbst bis vor die leer stehende Wohnung, in der geträumt wird und Illusionen von einem anderen, besseren Leben ausgeschmückt werden, bis der triste Alltag wieder bunt ist. Satt von Schlager, NJHC, Sauflieder entwickeln DIE KLABUSTERBÄREN eine tyrannenfreie Dynastie: Die Kraft durch Wassersuppe zersprengt die Ketten der Freiheit. Keine Klagen, keine Strafen…die Saale-Power ist eine ausgereifte Gestaltungs-Therapie, die schmerzfrei, aber mit viel Seitenhieben humorvoll angereichert wird, bis die Idee der Gerechtigkeit im Leben erfolgreich umgesetzt ist…selbst wenn es ein Haltestopp nachts um halb drei bei McDoof sein muss.“Verpeilt in Berlin“ ist ein entfesselndes Werk, vertieft in süße Schwärmerei und frecher Auflehnung gegen konventionelle Punkrock-Rhythmen. Ein Fest der Selbstrepräsentation.

UNDERDOG-FANZINE

cg

KLABUSTERBÄREN – AMERIKA (Nix Gut) KLABUSTERBÄREN bieten hier fast 40 Minuten eine perfekt-dreckige Mischung aus 80er D-Punk, Kirchenorgel mit Ska-/Reggae Anleihen und ein kleines bisschen N.O.E., passend im mid-tempo gespielt und fertig ist der Eintopf für die werte (fun-)Punkrockgemeinde. 15 Lieder unter denen sich die einen oder anderen Stimmungsheber verstecken. “Schöner Leben“, “Ludwig Wucherer“ und “Verschwende deine Jugend“ gehören auf jeden Fall auf diese Liste und wissen zu gefallen. Es gibt mittlerweile so viele Bands denen wirklich das Zeug fehlt einen vom Hocker zu reißen, aber die 6 Jungs machen hier mal was Neues und sind ´ne positive Überraschung. Ich bin gespannt wie das näxte Output der KLABUSTERBÄREN klingen wird und werde solange diese CD griffbereit im CD-Schrank stehen haben. Bulli TAUGENIX-Fanzine

***

Die mittlerweile vierte CD der Bären, die sich als Spassprojekt bei einer Hausbesetzerparty `94 gegründet haben. Zunächst gibt’s einen dicken Bonus für den äußerst geilen Bandnamen, der übrigens prima zu der Musik passt: minimalistischer Pop-Punk mit deutschen Texten, unterstützt durch eine Orgel, die richtig gut rüberkommt. Die Texte sind witzig und dennoch mit ernstem und aktuellem Inhalt, wie z.B. Hartz 4, Gleichstellung von Links und Rechts und Patriotismus. Geht direkt ins Ohr und bleibt da auch erstmal hängen. Der Sänger klingt etwas heiser und verleiht den Songs den nötigen Charme. Das Coverartwork ist auch klasse, wobei das Booklet mich stark an die „Chaosübersehgenie“ CD von Supernichts erinnert! Naja, whatever… . Erstklassige Band, die auch Live sicherlich begeistern können! Bad Rascal Fanzine
***

Zugegeben, man sollte nicht vorschnell urteilen. Aber beim Bandnamen KLABUSTERBÄREN, dem Label „Nix-Gut“ und den Künstlernamen Rongi, Mayo oder Doctor Rock – wer denkt da an musikalischen Hochgenuss? Vielleicht sollte man nicht mit dieser Einstellung an „Amerika“, der neuen Platte der Punks aus Halle an der Saale, herangehen. Doch wie man es auch dreht und wendet – heraus kommt nichts besonderes. Gegründet als Spaßprojekt einer Hausbesetzerparty (!) tue ich ihnen mit Sicherheit nicht unrecht, wenn ich behaupte, es ist genau dabei geblieben. Der Spaß steht im Vordergrund, die nach eigenen Angaben bestehende handwerkliche Limitierung hätte von mir nicht schöner ausgedrückt werden können. In der Summe erscheinen die Songs wie ein Produkt diverser Saufgelage, ernsthafter politischer Protest sieht anders aus. So behandelt der erste Song mit Amerika endlich mal ein Thema, von dem noch keine Punkband gesungen hat. Nach einigen herzhaften Gähnattacken stellt sich später fast schon so etwas wie Belustigung ein, im steten Humpa-Humpa-Rhythmus geht es selten bis zur 3-Minuten-Grenze. Ebenso holprig sind die Texte, die meist dem Reim-Dich-oder-ich-beiß-Dich-Schema entsprungen sind. Das ganze Spektakel besteht aus 15 Songs inkl. einer Country-Version des Punkrock-Klassikers „Igitt“ (wer kennt ihn nicht?). Der letzte Song der Platte, „Das Spiel ist aus“, ist übrigens die offizielle Trauerhymne des 1.FC Kaiserslautern. Im Abstiegsjahr 2006 ging dieser Song bei den Fans der Mannschaft auf Rotation. Ob er die Stimmung verbessert hat darf stark angezweifelt werden. Www.handlemedown.de
***

Review: Klabusterbären – AmerikaKlabusterbären – Amerika

Label: NixGut
Format: CD
Tracks: 15
Links: http://www.klabusterbaeren.de/

Schublade: Deutschpunk

Wieder NixGut. Klabusterbären klingt ja schon irgendwie merkwürdig. Wenn nicht gar NixGut un-
typisch. Und sie sind auch wirklich anders als ich sie erwartet hätte. Nein, nein, sogar noch anders!

Hervorgegangen sind die Klabusterbären aus einem spontanen Projekt 1994 bei einer Hausbesetz-
erparty. Bei ihrem nun vierten, 15 Songs starkem Album holte die bis dato fünf- köpfige Kombo sich
noch einen Keyboarder ins Boot.

Nach einem typischen Filmausschnitt Intro folgt mit „Amerika“ auch direkt der Namensgeber des
Longplayers. Hier wird wieder einmal bewiesen, dass man nicht viel Text braucht um einen guten Song
zu schreiben: nach vier Zeilen Strophe folgen zwei Zeilen Refrain, das Ganze zweimal, fertig. Aber es
funktioniert. Nach einmal hören hat man die eingängige Melodie und die paar Zeilen Gesang derartig
verinnerlicht, dass einen „Amerika“ für längere Zeit als Ohrwurm verfolgt. Ebenfalls einen großen Teil
dazu beigetragen hat mit Sicherheit auch der neue Keyboarder. Auf unerklärliche Weise erschien bei
jedem hören ein Mann mit Drehorgel auf dem Rummelplatz vor meinem geistigen Auge…

„Dicke Lippe“ blickt anders als bei anderen Punkbands mit einem lachenden Auge auf den Punknach-
wuchs. Ohne diskriminierend zu wirken werden hier Fehler aufgezeigt die sie vermutlich früher selber
begangen haben. Eben diese geschilderten und vertexteten Eindrücke, kommen einem selber unge-
mein bekannt vor und machen den Charme ihrer Texte aus.

Ein weiteres Highlight der Platte ist zum Beispiel der Punkrockklassiker „Igitt“ in einer Country- Version.

Abgeschlossen wird das Album mit „Das Spiel ist aus“, ein Song über den Abstieg des FCK in die 2.
Bundesliga, der auf ihrer Homepage über 1000mal von trauernden Fans heruntergeladen wurde.

Fazit:
Die ganze Platte hört sich im positiven Sinne so an, wie Klabusterbären klingt: lustig und immer mit
einem Augenzwinkern. Die Texte sind aus dem Leben gegriffen und es fällt einem leicht sich mit ihnen
zu identifizieren. Auch wenn mal härtere Gitarrenriffs angeschlagen werden sorgt das im Hintergrund
Keyboard für den genau richtigen Grat an Auflockerung, ohne dabei das Lied ins lächerliche zu ziehen.

Philipp
www.shitletter.tk

***
KLABUSTERBÄREN
Amerika CD

Da hatte ich echt Angst vor die CD zu besprechen. Ich kannte vorher nur die Kifferträume LP und die war echt nicht
ertragbar. Richtig schlimm war die. Entsprechend groß war mein Widerwille. Und dann die CD gehört und positiv überascht.
Die Klabusterbären musikalisch zu beschreiben, ist garnicht so einfach. Klar, ist schon Punkrock, auch relativ einfach gestrikt,
aber durch die Verwendung einer Orgel gewinnt der Sound ohne Ende und hebt die Band damit ganz automatisch aus dem
Deutschpunkdurchschnittssumpf. Dazu noch Texte, die sich wohltuend jenseits der Klischeelinie bewegen. Überraschend
gefällt mir die CD richtig gut, hätte ich vorher echt nicht gedacht. Tja. Besonders gelungen ist Nazi Communista. Der Text
spricht mir echt aus der Seele. Sollten sich mal so Bands wie Cotzraiz oder SS Klaiert zu gemüte führen: „platte für platte,
ich kenn das schon, ihr singt von bier, suff und erektion, und wozu die phantasie noch so reicht, wobei die manchmal
ganz schöne blüten treibt, da gibt es nazis und kommunisten, die wollen oire heile welt vergiften…es gibt hundertzwanzig
tote die durch neonazis nstarben, kann man dasselbe von den zecken sagen? stellt auf eine stufe was nicht auf eine stufe gehört,
weil man oich beim biertrinken stört.“

www.dergestrecktemittelfinger.de

***
Die mittlerweile vierte CD der Bären, die sich als Spassprojekt bei
einer Hausbesetzerparty `94 gegründet haben. Zunächst gibt’s einen
dicken Bonus für den äußerst geilen Bandnamen, der übrigens prima zu der
Musik passt: minimalistischer Pop-Punk mit deutschen Texten, unterstützt
durch eine Orgel, die richtig gut rüberkommt. Die Texte sind witzig und
dennoch mit ernstem und aktuellem Inhalt, wie z.B. Hartz 4,
Gleichstellung von Links und Rechts und Patriotismus. Geht direkt ins
Ohr und bleibt da auch erstmal hängen. Der Sänger klingt etwas heiser
und verleiht den Songs den nötigen Charme. Das Coverartwork ist auch
klasse, wobei das Booklet mich stark an die „Chaosübersehgenie“ CD von
Supernichts erinnert! Naja, whatever… . Erstklassige Band, die auch
Live sicherlich begeistern können!

Bad Rascal Fanzine

***
klabusterbären – Amerika CD
Wüste vergab: So hat es die Community bewertet: (zur Zeit keine Stimmen)

Die neue CD der Punkband aus Halle/Saale, welche seit Anfang der 90er aktiv ist, und ich muss sagen ich bin sehr positiv überrascht.
Eigentlich sehr minimalistischer, einfacher Punksound wie man ihn von manchen Bands aus den 80ern kennt. Das Ganze wird durch ein Keyboard untermalt, was richtig gut passt. Zudem kommt der männlich/weibliche Gesang recht gut zu den eher im Midtempo angesiedelten Songs. Auch der ein oder andere kleine Country-Einschlag wie bei „Igitt“ weiss zu gefallen.
Zudem finde ich die Texte, welche mal eher lustig mal kritisch daher kommen meist gelungen und klischeelos.
Das Artwork ist soweit auch Ok, auch wenns nicht der Hit ist.
Am besten gefielen mir persönlich „Dicke Lippe“, „Igitt“, „Portemonaie“, „Down in Germany“und „Nazi Communista“. Der Text von „Nazi Communista“ ist sehr gut, weswegen ich hier mal zitiere:

Platte für Platte kenn ich das schon
ihr singt von Bier Suff und Erektion
und wozu die Phantasie so reicht
wobei die manchmal ganz schöne Blüten treibt
da gibt es Nazis und Kommunisten
die wollen oire heile Welt vergiften

ich denk okay check das mal aus
wo ist denn die rote Front zu haus
fahre rum im ganzen Land
Hab zur Sicherheit ein Messer bei der Hand
doch was ich seh: wer in sein Verderben läuft
der ein Punker ist und nicht mit Nazis säuft

es gibt hundertzwanzig Tote die durch Neonazis starben
kann man das selbe von den Zecken sagen?
stellt auf eine Stufe was nicht auf eine Stufe gehört
weil man oich beim Bier trinken stört.

Ist empfohlen!!!

Chaoskanal

***

Die 6 Jungs aus Halle präsentieren uns hier ihre vierte Veröffentlichung auf Nix Gut.Die 14 Songs reißen selten die magische Grenze von drei Minuten,die einen guten Song ausmachen.Der neu dazu gekommene Keyboarder , bringt den oftmals spröden und rumpelden Songs,doch einen gewissen Popappeal und Charme bei.Drehte sich bei den letzten Veröffentlichungen noch um die Midlife Crisis von Ü30 Punkrockern,strotzen die neuen,kurzen und prägnanten Songs einer gewissen handwerklichen Limitierten zum Trotz,nur so von Selbstbewusstsein und,nun ja,Altersweisheit.Das gnaze kommt das noch im schönen Digipack und fetten Booklet mit allen Texten.
www.ratzke70.de

***
Was im Jahre 1994 der Biografie nach als spontanes Spaßprojekt bei einer Hausbesetzungsparty ins Leben gerufen wurde blickt mittlerweile schon auf die Veröffentlichung von viel Alben zurück. Die Rede ist von den KLABUSTERBÄREN, deren Namensgebung vermutlich genauso spontan entstand wie ihre Formierung. Details hierzu möchte ich dann eigentlich gar nicht wissen und so schwenken wir schnell mal über zum aktuellen Release namens „Amerika“ welches uns via Nix Gut erreicht.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs reichlich Probleme mit dieser Veröffentlichung hatte, denn vor allem der Sound kann gerade einmal als Proberaum-Demo Qualität bezeichnet werden. Das schicke Digipack hat hier definitiv einen anderen Qualitätsanspruch suggeriert aber wenn man sich erst einmal mit den dumpfen Sound mit zu vielen Höhen abgefunden hat, dann wird man doch angenehm überrascht. In das sozialkritische Deutschpunkgewand werden nämlich seit neustem Keyboard-Sounds eingeflochten und das ist wahrlich etwas Besonderes. Man stelle sich drei/vier Akkorde mit simplen Punkrock vor und plötzlich donnert eine Orgel los. Das Resultat ist eine rumpelnde Deutschpunk Disco mit sympathischen, rau gesungenen Texten bei der man einen flotten Discofox mit Iro aufs Parkett legen kann. Nach Abzügen in der B-Note kann ich hier gerade für den ungewöhnlichen Ansatz 5 Schädel verteilen.
allschools

***
Die Sparte „Deutschpunk“ und ein Album das „Amerika“ heißt dessen Cover eine veräppelte Amifahne ziert, lässt einen das übliche an Klischeekotzereien gegen den bösen Kapitalismus, irgendwelche Öl-Konzerne und die verflucht-verfickte Globalisierung erwarten. Dementsprechend vorbelastet (das muss ich zugeben) habe ich diese CD dann auch eingelegt. Stattdessen aber gibt es hier sympathisch, nicht zu schnell gespielte Mucke mit Texten, die weitab von diesem erwarteten Hirnschiss sind, den andere in fast selber Verpackung schon zu Hauf(en) in der Vergangenheit präsentiert haben. Im Song „Nazi Communista“ werden sogar noch eben diese Klischees aufgegriffen und stattdessen auf eigene Standpunkte gesetzt. Sicherlich hat diese Scheibe eben durch diese eigenen Standpunkte auch Ihre Stellen die Auslegungssache sind, bzw. anders gesehen werden, im Gesamten ist diese CD allerdings wirklich sympathisch gemacht und hat eben mehr zu sagen als das meiste was man da sonst so aus dieser Richtung kennt. Teilweise geht es bei Nummern wie „Ludwig Wucherer“ fast schon trashig mit Orgeleinsatz zur Sache, irgendwo zwischen Garage-Ausflügen und Kirmesorgel – das hört man selten. Beim letzten Song „Das Spiel ist aus“ erinnern die Klavierpassagen teilweise auch an ehemalige N.O.E. Sachen, wie sie ihrerzeit sicherlich für D-Punk Freunde `ne Offenbarung waren.
Anspieltipps wären „Schöner Leben“ / „“Nazi Communista“ / „Ludwig Wucherer“ und „Igitt“ (zuerst dachte ich hier wird „Fred vom Jupiter“ gecovert!!).

505 Crew

***
Argh! Nix Gut das Label, KLABUSTERBÄREN die Band, „Amerika“ der Albumtitel! Drei Begriffe, die mir schon allein wortwörtlich missfallen. Nix Gut ist berüchtigt für Veröffentlichungen, die oft an Materialverschwendung grenzen, Klabusterbärchen brauche ich auch nicht alle Tage und Amerika ist seit ein paar Jahren sowieso ein totdiskutierter Garant für schlechte Laune.

Und auch das erste Hören der Platte war alles andere als eine Ohrenmassage. Pseudointelligente, gesellschaftskritische Texte mit aktuellem Politbezug („Amerika“ halt, „Hartz IV“) paaren sich mit primitivem Rumgeschrammel, Hinterhofproduktion, Wühltischgitarren und 08/15 Mülltonnenpunk. Die Sperrmüllorgel macht den Sound dieser haarigen Arschgewächse auch nicht innovativ oder toll. Der Sänger (Ha ha! – Heiser wie nach den Chaostagen) kratzt sich dezent gen Rente. Jugendrente geht da auch nicht mehr, da die KLABUSTERBÄREN schon seit 1994 durch Deutschland geistern. Dementsprechend alt sind die sechs Herren aus Halle auch. Aber da die CD nicht nur (getrocknete) scheiße ist, liegt an manchen gelungenen Texten, die sich mit der Apathie und fehlenden Idealen in der modernen Punk- und vor allem Oi!-Szene auseinandersetzen. Vor allem „Nazi Communista“ spricht da deutliche Worte. Trotzdem bleibt der Labelname leider Programm. Arndt (Nix Gut Records)
scarred for Life

Die 6 Jungs aus Halle präsentieren uns hier ihre vierte Veröffentlichung auf Nix Gut.Die 14 Songs reißen selten die magische Grenze von drei Minuten,die einen guten Song ausmachen.Der neu dazu gekommene Keyboarder , bringt den oftmals spröden und rumpelden Songs,doch einen gewissen Popappeal und Charme bei.Drehte sich bei den letzten Veröffentlichungen noch um die Midlife Crisis von Ü30 Punkrockern,strotzen die neuen,kurzen und prägnanten Songs einer gewissen handwerklichen Limitierten zum Trotz,nur so von Selbstbewusstsein und,nun ja,Altersweisheit.Das gnaze kommt das noch im schönen Digipack und fetten Booklet mit allen Texten.
www.ratzke70.de

***
Was im Jahre 1994 der Biografie nach als spontanes Spaßprojekt bei einer Hausbesetzungsparty ins Leben gerufen wurde blickt mittlerweile schon auf die Veröffentlichung von viel Alben zurück. Die Rede ist von den KLABUSTERBÄREN, deren Namensgebung vermutlich genauso spontan entstand wie ihre Formierung. Details hierzu möchte ich dann eigentlich gar nicht wissen und so schwenken wir schnell mal über zum aktuellen Release namens „Amerika“ welches uns via Nix Gut erreicht.

Ich muss gestehen, dass ich anfangs reichlich Probleme mit dieser Veröffentlichung hatte, denn vor allem der Sound kann gerade einmal als Proberaum-Demo Qualität bezeichnet werden. Das schicke Digipack hat hier definitiv einen anderen Qualitätsanspruch suggeriert aber wenn man sich erst einmal mit den dumpfen Sound mit zu vielen Höhen abgefunden hat, dann wird man doch angenehm überrascht. In das sozialkritische Deutschpunkgewand werden nämlich seit neustem Keyboard-Sounds eingeflochten und das ist wahrlich etwas Besonderes. Man stelle sich drei/vier Akkorde mit simplen Punkrock vor und plötzlich donnert eine Orgel los. Das Resultat ist eine rumpelnde Deutschpunk Disco mit sympathischen, rau gesungenen Texten bei der man einen flotten Discofox mit Iro aufs Parkett legen kann. Nach Abzügen in der B-Note kann ich hier gerade für den ungewöhnlichen Ansatz 5 Schädel verteilen.
allschools

***
Das „Amerika“ schon das vierte Album der Klabusterbären aus Halle ist, wusste ich gar nicht. Beim Lauschen der Musik hätte ich auf das Debut getippt… Denn ausgereift klingt das Ganze noch lange nicht. Zwar heben sich die Klabustermänner mit ihrer Musik von den meisten Punkbands ab, da es sowohl textlich als auch muskalisch Dinge auf die Ohren gibt, die in dieser Form eher selten sind, doch so ganz rund läuft das Ganze nicht. Musikalisch ist es üblicher Punk, verfeinert mit einem Keyboard und diversen Spielereien wie Ska-Einlagen und ähnliches. Textlich geht es von stupid bis gar nicht mal so übel (z.B. „nazi communista“). Aber ansonsten nichts weltbewegendes. Gerade die ausgelutschsten Themen wie Hartz IV (ich glaube dieser Titelname ist bei den Veröffenltichungen von Nix Gut Records am gängigsten) und Amerika langweilt mittlerweile nicht nur mich. Der Gesang ist eintönig und ebenfalls langweilig. Erinnert an Mario von Dolly D., der mir aber besser gefällt.
Nix Gut Records hat dieses Album im Digipak veröffentlicht, was aber nicht sehr ansprechend gestaltet wurde. Wie üblich gibt es auch wieder ein dickes Beiheft, welches alle Texte und viel Werbung für das Label enthält.
Fazit: Nicht die schlechteste Veröffentlichung von Nix Gut, aber auch alles andere als zufriedenstellend. Neben „nazi communista“ gibt es nichts, das man sich mehrmals anhören könnte. (sk)
oivision

Die Klabusterbären gibt’s schon seit 13 Jahren, lese ich. Und wie der Name, so auch das Programm. Poppiger Rumpelpunk mit politisch nachdenklichen Texten, die 110% kurz und prägnant auf den Punkt bringen, was gesagt werden muss. Die Jungs erinnern mich schwer an die Deutschpunkbands der 80er Jahre, ebenso wie die qualitativ niedrige Aufnahme der CD. Nur mit dem Unterschied, dass hier auch ein Keyboard mitklimpert, und wenn ich klimpern sage, meine ich das auch so. Ein geiles Kontrastprogramm! Dazu noch das CD Cover, das eine wunderschöne USA Flagge darstellt. Aber nur wer genau hinsieht, erkennt auch den Witz! Gefällt mir äusserst gut!
Moloko-Plus

Es gibt Platten, da fragt man sich warum die Band sie veröffentlicht hat. Hier ist es genau so. Nichts Halbes, nichts Ganzes. Keine Energie, schlappe Wischiwaschi-Songs, grauenhaftes Artwork. Und die komische Orgel ruiniert dann die erträglichen Reste komplett. Rock´n´Roll-60´s-Deutschpunk mit Country-Einflüssen? Wen soll das interessieren?
PLASTIC BOMB

[Facebook] [MySpace] [Twitter] [Windows Live] [Email]

Post to Twitter Tweet This Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.